
Emmen-Nord kassiert gegen Colombier die vierte Niederlage im vierten Abstiegsrundenspiel. Für die Emmer wird die Lage zusehends ungemütlicher.
Erneut ansprechend gespielt, doch am Ende fehlte abermals der Ertrag. So lautet Emmens Fazit aus dem Gastspiel in Colombier. In den ersten drei Sätzen befanden sich die beiden Mannschaften auf Augenhöhe. Bei den Emmern zeigte insbesondere Aussenangreifer David Widmer eine starke Leistung, der sich damit für seinen Aussetzer im letzten Spiel gegen Uni Bern rehabilitieren konnte. Auch Libero Toni Burri, der zum ersten Mal in dieser Saison im Emmer Trikot auflief, zeigte in der Annahme ein ansprechendes Comeback mit gewissen Abstrichen bei der Verteidigungsarbeit. Allerdings geht den Emmern zur Zeit etwas Wesentliches abhanden: das Selbstvertrauen. Fallen die Spieler einmal in ein Loch, schaffen sie es nicht mehr, sich herauszukämpfen.
Knackpunkt im dritten Satz
So geschehen auch im ersten Satz gegen Colombier: Bis zum Spielstand von 17:17 zeigten beide Mannschaften ein gefälliges Sideout-Spiel. Nach einer Serviceserie der Gastgeber verlor Emmen-Nord aber den Faden und musste den Gegner ziehen lassen. Mit 25:20 ging Satz eins an die Heimmannschaft. Im zweiten Satz blieben die Emmer ohne Leistungseinbruch und prompt konnten sie diesen Satz mit 23:25 für sich entscheiden. Der Knackpunkt der Partie erfolgte dann am Ende des dritten Satzes: Das Emmer Angriffsspiel wurde mit der Fortdauer des Spiels zusehends stereotyper und damit für den Gegner berechenbarer. Wenig überraschend landete daher auch der letzte Angriffsball der Emmer in den Händen des gegnerischen Blocks. Mit 25:23 setzte sich Colombier hauchdünn durch – und sorgte damit bereits für die Vorentscheidung. Denn im vierten Satz konnte sich Emmen-Nord nicht nochmals aufraffen, sondern handelte sich gleich zu Beginn durch schwache Annahmen eine 8:2-Hypothek ein. Damit war das Spiel gelaufen. Colombier gewann den vierten Satz mit 25:16.
Dreiwöchige Wettkampfpause
Die Hinspiele der Abstiegsrunde sind damit vorüber, und Emmen-Nord konnte noch gegen keinen der vier Abstiegsrundengegner reüssieren. Da stellt sich unweigerlich die Frage, gegen welche Mannschaft Emmen-Nord noch zu Punkten gelangen will. Allerdings muss man den Emmern zugutehalten, dass sie mit Ausnahme des Spiels gegen Uni Bern in jeder Partie zumindest phasenweise eine ansprechende Leistung gezeigt haben. Dennoch wird die Lage für Emmen-Nord zusehends ungemütlicher: Zwar belegt die Mannschaft noch immer den vorletzten Tabellenrang mit einem Punkt Vorsprung auf Uni Bern, doch hat der Tabellenletzte noch ein Spiel weniger ausgetragen. Für die Emmer steht nun eine dreiwöchige Wettkampfpause bevor, welche ihnen angesichts der momentanen Krise gar nicht ungelegen kommt. Als nächster Gegner wird am 25. Februar der CS Chênois VB zu Gast in der Erlenhalle sein (17 Uhr).
Colombier Volley – Volley Emmen-Nord 3:1
Mûriers, Colombier. – 60 Zuschauer. – Sätze: 25:20, 23:25, 25:23, 25:16. – Spieldauer 82 Minuten. – Colombier: Egger, Zannin, Vacheron, Raffaelli, Benon, Fuligno, Gutknecht (Libero); Blandenier, Bordoni, Briquet, Grivel, Rémy.– Emmen-Nord: Stadelmann, Suter, Binz, Rogger, Odermatt, Widmer, Burri (Libero); Kurmann, Meier, Rüegg.– Bemerkungen: Emmen-Nord ohne Häfliger (verletzt) und Willimann (Ausland).
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