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Ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt

15.02.2010

Es war ein Wochenende, an dem alles für Volley Emmen-Nord lief: Ein Sieg über Lutry-Lavaux – und zwei Niederlagen des Direktkonkurrenten Ecublens. Jetzt fehlt Emmen-Nord noch ein Sieg zum Klassenerhalt. 

Im achten Anlauf hat es endlich geklappt: Zum ersten Mal seit ihrer NLB-Zugehörigkeit bezwingt Volley Emmen-Nord den VBC Lutry-Lavaux. Nach zuvor sieben Niederlagen gegen die Waadtländer konnte sich Emmen-Nord erstmals mit 3:1 durchsetzen. Und zu dieser Siegespremiere kam es ausgerechnet in einem besonders wichtigen Spiel: Denn bis am vergangenen Wochenende hatte Emmen-Nord noch tief im Abstiegskampf gesteckt. Doch dank dem Sieg über Lutry-Lavaux  hat Emmen-Nord einen grossen Schritt in Richtung Klassenerhalt getan. Dies auch, weil die Resultate auf den anderen Plätzen zum Vorteil der Emmer ausfielen. Direktkonkurrent Ecublens musste sich am Wochenende gleich zwei Mal mit 3:2 geschlagen geben. Emmen-Nord hat nun fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze und benötigt noch einen Sieg aus den restlichen drei Spielen zur definitiven Rettung. 

Das Spiel gegen Lutry-Lavaux, dem 150 Zuschauer erneut einen würdigen Rahmen abgaben, nahmen die Emmer eher verhalten in Angriff. Zu zaghaft servierten die Emmer, sodass die Gäste, bei denen Spielertrainer Philippe Tuccelli verletzungsbedingt auf der Reservebank Platz nehmen musste, keine Probleme bei ihrem Sideoutspiel bekundeten. Zwei bis drei Angriffsfehler der Emmer reichten aus, damit Lutry-Lavaux den ersten Satz mit 25:22 gewinnen konnte. 

Emmen-Coach Markus Egger forderte in der Satzpause deshalb eine Umstellung beim Service. Mehr Risiko und mehr Druck sollten den Weg zum Erfolg ebnen. Und seine Schützlinge setzten seine Forderung in die Tat um. Speziell Tobias Binz und Patrick Heuscher mit ihren Sprungservices, aber auch Edeljoker Markus Attinger mit seinen Flatterservices übten starken Druck auf die gegnerische Annahme aus. Dadurch konnte Lutry-Lavaux seine starken Mitteangreifer, die sich zudem auf taktische Anweisung hin zumeist mit einem Doppelblock konfrontiert sahen, nicht wie gewohnt in Szene setzen. So blieben die Angriffe der Gäste des Öfteren im Block der Emmer hängen, sahen sich von der Verteidigung abgewehrt oder fanden den Weg ins Seitenaus. Bei den Gästen war eine gewisse Müdigkeit nicht zu verkennen, nachdem sie im Gegensatz zu den Emmern bereits am Vortag im Einsatz gestanden hatten. Die Gäste agierten beim Aufschlag sehr fehlerhaft und fanden ausserdem in der Annahme von David Widmer wiederholt ihren Meister. Die stabilen Annahmen ermöglichten es Emmen-Passeur Manuel Lingg, die Angreifer variabel einzusetzen und so das Angriffsspiel unvorhersehbar zu gestalten. Emmen-Nord hatte in den Sätzen zwei bis vier das Spiel stets im Griff und entschied diese mit 25:14, 25:16 und 25:20 deutlich für sich. Die Erleichterung ob des Sieges war sichtbar. 

Wegen des Cupfinals vom kommenden Wochenende geht die Meisterschaft erst am übernächsten Wochenende weiter. Für Emmen-Nord dafür gleich mit einem doppelten Gastspiel in der Romandie. Am Samstag, den 27. Februar gastiert Emmen-Nord auswärts in Genf bei Servette Star-Onex (16.00 Uhr, Salles des racettes). Am Sonntag, den 28. Februar spielt Emmen-Nord bei Ecublens (17.00 Uhr, Croset). Das Spiel gegen den Direktkonkurrenten dürfte die Wogen nochmals hochgehen lassen.  

Volley Emmen-Nord – VBC Lutry-Lavaux 3:1 Emmenbrücke, Erlen. – 150 Zuschauer. – Sätze: 22:25, 25:14, 25:16, 25:20. – Spieldauer 96 Minuten. – Emmen-Nord: Widmer, Rüegg, Lingg, Binz, Studhalter, Heuscher; Attinger, Rogger.– Lutry-Lavaux: A. Jaton, Mauron, Maiorana, Perroset, Chardonnens, L’Homme, M. Jaton (Libero); C. Jaton, Ramelet.– Bemerkungen: Emmen-Nord ohne Baumgartner, Bissig, Heiniger und Jordan (alle verletzt).

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